Schweiz
auch: Suisse, Svizzera
Die Schweiz ist ein kleines, aber erstaunlich vielfältiges Weinland: Auf knapp 15'000 Hektaren wachsen über 250 Sorten – und fast alles davon wird im Inland getrunken.
Steckbrief
- Wichtigste Regionen
- Wallis, Waadt, Tessin, Graubünden, Genf, Drei-Seen-Land
- Leitsorten
- Pinot Noir, Chasselas, Gamay, Merlot, Petite Arvine
- Rebfläche
- Rund 15'000 Hektaren
- Bekannt für
- Fendant zum Fondue, autochthone Sorten, Steillagen-Handarbeit
- Besonderheit
- Fast der gesamte Wein wird im Inland getrunken
Die Schweiz exportiert kaum Wein – nicht, weil er nicht gut genug wäre, sondern weil die Schweizerinnen und Schweizer ihn fast komplett selbst trinken. Rund 98 Prozent bleiben im Land. Das erklärt, warum Schweizer Wein im Ausland fast unbekannt ist, obwohl er international längst Spitzenniveau erreicht. Die Rebflächen verteilen sich auf alle Sprachregionen, mit klarem Schwergewicht in der Romandie: Das Wallis ist das grösste Anbaugebiet, gefolgt von der Waadt.
Die Vielfalt ist das grosse Plus: Vom milden Chasselas am Genfersee über rassige Petite Arvine aus Walliser Steillagen bis zum samtigen Merlot aus dem Tessin und elegantem Pinot Noir aus der Bündner Herrschaft deckt die Schweiz ein erstaunliches Spektrum ab. Pinot Noir ist die meistangebaute rote, Chasselas die wichtigste weisse Sorte. Dazu kommen über 40 autochthone Sorten, also Trauben, die nur hier heimisch sind.
Das Klima ist alpin geprägt: Föhn, Seen und steile Südhänge schaffen Nischen, in denen Trauben trotz der Höhenlage zuverlässig reifen. Die Kehrseite der kleinen, oft terrassierten Lagen sind höhere Preise – Handarbeit am Steilhang hat ihren Wert. Dafür bekommst du Weine mit klarer Herkunft, die du direkt beim Produzenten degustieren kannst.
Im Alltag
Nutze die kurzen Wege: Viele Schweizer Weingüter haben samstags offene Türen. Eine Degustation im Lavaux oder in der Bündner Herrschaft ist der schnellste Weg, Schweizer Wein wirklich zu verstehen.