Gamay
auch: Gamay Noir
Gamay ist die fruchtige, unkomplizierte Schwester des Pinot Noir: leichte, saftige Rotweine mit viel Kirsch- und Beerenfrucht und wenig Tannin.
Steckbrief
- Farbe
- Rot
- Aromen
- Kirsche, Erdbeere, rote Beeren, leicht pfeffrig
- Körper
- Leicht
- Tannin
- Gering
- Säure
- Frisch
- Hauptgebiete
- Beaujolais, Wallis, Waadt
Geschmacksprofil
- Körper
- Säure
- Tannin
- Süsse
- Alkohol
Gamay stammt wie Pinot Noir aus dem Burgund, wurde dort aber im Mittelalter zugunsten des Pinot verbannt und fand seine Heimat südlich davon im Beaujolais. Die Sorte liefert hellrote, duftige Weine mit Aromen von Kirsche, Erdbeere und manchmal einer pfeffrigen oder bananigen Note – Letztere stammt von einer speziellen Gärmethode, der Kohlensäuremaischung, bei der ganze Trauben unvergoren in den Tank kommen.
In der Schweiz ist Gamay vor allem in der Romandie zu Hause: Im Wallis und in der Waadt belegt er bedeutende Flächen und ist zusammen mit Pinot Noir Partner in der berühmten Walliser Assemblage «Dôle». Gamay-Weine sind selten für die lange Lagerung gedacht – ihre Stärke ist die unmittelbare, saftige Frucht in der Jugend.
Genau das macht Gamay zum perfekten Alltagsrotwein: wenig Tannin, frische Säure, moderater Alkohol. Du kannst ihn leicht gekühlt servieren, was ihn auch im Sommer zur guten Wahl macht. Er begleitet Charcuterie, Pizza, gegrilltes Gemüse oder ein einfaches Znacht, ohne sich aufzudrängen. Wer Rotwein eigentlich «zu schwer» findet, sollte Gamay eine Chance geben.
Im Alltag
Beim Grillplausch im Sommer: Stell einen Gamay für 30 Minuten in den Kühlschrank – leicht gekühlt bei 14 Grad zeigt er seine saftige Frucht am schönsten.