Region

Wallis

auch: Valais

Das Wallis ist das grösste Weinbaugebiet der Schweiz: sonnenverwöhnte Steillagen im Rhonetal, Fendant zum Fondue und ein Schatz autochthoner Sorten.

Steckbrief

Land
Schweiz
Klima
Trocken und sonnig, durch Föhn und Bergschutz begünstigt
Leitsorten
Pinot Noir, Chasselas (Fendant), Gamay, Petite Arvine
Bekannt für
Fendant, Dôle, autochthone Raritäten, Terrassenlagen
Besonderheit
Grösstes Weinbaugebiet der Schweiz, Reben bis 1'100 m

Knapp 4'700 Hektaren Reben machen das Wallis zum mit Abstand grössten Weinkanton der Schweiz – rund ein Drittel der Landesfläche an Reben steht hier. Die Lagen ziehen sich als Terrassen die Südhänge des Rhonetals hinauf, gestützt von Trockensteinmauern, die teils seit Jahrhunderten stehen. Das Klima ist erstaunlich trocken und sonnig: Die umliegenden Viertausender schirmen Regen ab, der Föhn hilft den Trauben bei der Reife. In Visperterminen liegt mit rund 1'100 Metern einer der höchsten Weinberge Europas.

Die bekannteste Visitenkarte ist der Fendant – so heisst der Chasselas im Wallis – als klassischer Begleiter zu Fondue und Raclette. Die rote Hauptrolle teilen sich Pinot Noir und Gamay, die zusammen die traditionelle Assemblage «Dôle» bilden. Das eigentliche Kapital des Wallis sind aber seine alten, autochthonen Sorten: Petite Arvine mit ihrem salzigen Abgang, dazu Raritäten wie Heida, Humagne oder Cornalin, die es fast nur hier gibt.

Die Böden wechseln auf engem Raum zwischen Schiefer, Gneis und kalkhaltigen Moränen – ein Grund, weshalb dieselbe Sorte von Dorf zu Dorf anders schmeckt. Wenn du Schweizer Wein entdecken willst, ist das Wallis der naheliegendste Startpunkt: gross genug für Vielfalt, klein genug, um die Winzer persönlich zu treffen.

Im Alltag

Beim nächsten Raclette-Abend: Statt irgendeines Weissweins gezielt einen Walliser Fendant kaufen – und als Steigerung eine Petite Arvine danebenstellen und vergleichen.