Petite Arvine
auch: Arvine
Petite Arvine ist die edelste autochthone Weisssorte des Wallis: rassig, salzig im Abgang und mit Aromen von Grapefruit und Rhabarber.
Steckbrief
- Farbe
- Weiss
- Aromen
- Grapefruit, Rhabarber, Glyzinie, salziger Abgang
- Körper
- Mittel
- Säure
- Lebhaft
- Hauptgebiete
- Wallis; kleine Flächen im Aostatal
Geschmacksprofil
- Körper
- Säure
- Süsse
- Alkohol
Petite Arvine wächst fast ausschliesslich im Wallis und gilt dort als Königin der einheimischen Weisssorten. «Autochthon» heisst: Die Sorte ist in der Region entstanden und kaum anderswo zu finden – nur im italienischen Aostatal gibt es noch nennenswerte Bestände. Sie ist anspruchsvoll, mag warme, windgeschützte Steillagen und dankt es mit Weinen von beeindruckender Spannung.
Im Glas zeigt sie Grapefruit, Rhabarber und Glyzinienblüte, getragen von einer lebhaften Säure. Ihr Markenzeichen ist aber der Abgang: eine feine, salzige Note, die Fachleute gerne mit einem Hauch Meeresbrise vergleichen. Diese Salzigkeit macht Petite Arvine unverwechselbar und hebt sie deutlich vom milden Chasselas ab. Es gibt sie trocken («sèche») und als edelsüsse Spezialität («flétrie»), bei der die Trauben am Stock oder auf Stroh eingetrocknet werden.
Trocken ausgebaut ist sie ein grossartiger Essensbegleiter: Fisch, Krustentiere, Spargel oder ein reifer Alpkäse harmonieren wunderbar mit ihrer Frische. Petite Arvine ist etwas teurer als Fendant – dafür bekommst du einen Wein, der auch international problemlos mithalten kann und nach Herkunft schmeckt.
Im Alltag
Suchst du ein Schweizer Mitbringsel mit Wow-Effekt? Eine trockene Petite Arvine aus dem Wallis überrascht auch verwöhnte Weinfreunde – gut gekühlt zu Fisch oder Apéro servieren.