Syrah
auch: Shiraz
Syrah ist die würzige Rotweinsorte des Rhonetals: dunkle Beeren, schwarzer Pfeffer und Veilchen – in Australien als «Shiraz» meist üppiger interpretiert.
Steckbrief
- Farbe
- Rot
- Aromen
- Brombeere, schwarzer Pfeffer, Veilchen, Rauch
- Körper
- Kräftig
- Tannin
- Mittel bis hoch
- Säure
- Moderat
- Hauptgebiete
- Nördliches Rhonetal, Wallis, Australien
Geschmacksprofil
- Körper
- Säure
- Tannin
- Süsse
- Alkohol
Syrah stammt aus dem nördlichen Rhonetal, wo Lagen wie Hermitage oder Côte-Rôtie seit Jahrhunderten reinsortige Syrah-Weine von Weltruf hervorbringen. Typisch sind eine tiefdunkle Farbe, Aromen von Brombeere, Veilchen und Rauch sowie das unverkennbare Markenzeichen: eine Note von frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer.
Die Sorte zeigt zwei Gesichter, je nach Klima und Stil. Im kühleren Norden der Rhone entstehen straffe, würzige, fast kühle Weine mit fester Tanninstruktur. In Australien, wo die Sorte «Shiraz» heisst, wird sie meist wärmer und reifer geerntet – das Ergebnis sind üppige, schokoladige Weine mit süsser Frucht. Gleiche Traube, völlig anderes Erlebnis. Auch das Wallis hat eine lange Syrah-Tradition: Das Rhonetal setzt sich dort ja geografisch fort, und in heissen Steillagen um Chamoson und Fully entstehen bemerkenswert dichte Schweizer Syrahs.
Syrah liebt kräftige, würzige Küche: Lamm mit Rosmarin, Wildgerichte, geschmortes Rindfleisch oder alles vom Grill mit dunkler Röstnote. Wenn du wissen willst, was «Würze» im Wein bedeutet, ist ein Syrah von der nördlichen Rhone die beste Lektion.
Im Alltag
Steht «Shiraz» auf der Flasche, erwarte einen üppigen, fruchtsüssen Stil; steht «Syrah» drauf, eher einen würzig-straffen. Gleiche Traube, zwei Welten – wähle nach Lust.