Sauvignon Blanc
auch: Fumé Blanc
Sauvignon Blanc ist der aromatische Frischekick unter den Weissweinen: Stachelbeere, Zitrus und frisch geschnittenes Gras, getragen von knackiger Säure.
Steckbrief
- Farbe
- Weiss
- Aromen
- Stachelbeere, Limette, Passionsfrucht, Gras
- Körper
- Leicht bis mittel
- Säure
- Hoch und knackig
- Hauptgebiete
- Loire (Sancerre), Bordeaux, Neuseeland
Geschmacksprofil
- Körper
- Säure
- Süsse
- Alkohol
Sauvignon Blanc gehört zu den ausdrucksstärksten weissen Rebsorten überhaupt – kaum eine andere erkennst du so schnell blind im Glas. Typisch sind Aromen von Stachelbeere, Limette, Passionsfrucht und eine markante grüne Note, die an frisch geschnittenes Gras, Buchsbaum oder Tomatenblatt erinnert. Dazu kommt eine knackige, belebende Säure.
Die Heimat der Sorte liegt in Frankreich: an der Loire, wo Sancerre und Pouilly-Fumé mineralisch-rauchige Vorzeigeweine liefern, und im Bordeaux, wo Sauvignon Blanc die Basis der trockenen Weissweine bildet und – edelfaul gelesen – in die berühmten Süssweine von Sauternes einfliesst. Weltberühmt wurde die Sorte aber durch Neuseeland: Die explosiv fruchtigen Weine aus Marlborough mit ihrer Passionsfrucht-Aromatik haben seit den 1980er-Jahren einen eigenen Stil geprägt. In Kalifornien taucht die Sorte gelegentlich als «Fumé Blanc» auf.
Sauvignon Blanc wird fast immer jung getrunken und im Stahltank ausgebaut, damit die Frucht im Vordergrund bleibt. Er glänzt zu Ziegenkäse – die klassische Kombination zu Sancerre –, zu Spargel, grünen Salaten und Meeresfrüchten. Gut gekühlt ist er einer der erfrischendsten Apéro-Weine überhaupt.
Im Alltag
Spargelsaison? Sauvignon Blanc ist einer der wenigen Weine, die mit den grünen Bitternoten von Spargel harmonieren – gut gekühlt bei 8 bis 10 Grad servieren.