Österreich
auch: Austria
Österreich ist das Land des Grünen Veltliners und präziser, trockener Weissweine – ein kleines Weinland, das seit den 1980er-Jahren konsequent auf Qualität setzt.
Steckbrief
- Wichtigste Regionen
- Wachau, Kamptal, Burgenland, Steiermark, Wien
- Leitsorten
- Grüner Veltliner, Riesling, Zweigelt, Blaufränkisch, Sauvignon Blanc
- Bekannt für
- Grüner Veltliner, trockene Rieslinge, Süssweine vom Neusiedlersee
- Klima
- Kontinental, im Burgenland pannonisch-warm
- Besonderheit
- Heurigen-Kultur und sehr strenges Weingesetz
Österreichs Weinbau konzentriert sich auf den Osten des Landes: Niederösterreich mit der Wachau und dem Kamptal entlang der Donau, das pannonisch-warme Burgenland am Neusiedlersee und die hügelige Steiermark im Süden. Die Alpen im Westen sind für Reben zu hoch und zu kalt – dafür schaffen Donau und Föhnlagen im Osten ideale Bedingungen für aromatische, frische Weine.
Das Aushängeschild ist der Grüne Veltliner, eine autochthone Weisssorte mit Aromen von grünem Apfel, Kräutern und dem typischen «Pfefferl», einer feinen weissen Pfeffernote. Daneben wachsen in der Wachau einige der besten trockenen Rieslinge der Welt, auf kargen Urgesteins-Terrassen hoch über der Donau. Die Steiermark hat sich mit knackigem, präzisem Sauvignon Blanc einen Namen gemacht, und das Burgenland liefert sowohl kräftige Rotweine aus Zweigelt und Blaufränkisch als auch grosse edelsüsse Weine vom Neusiedlersee.
Bemerkenswert ist Österreichs Geschichte: Nach dem Weinskandal von 1985 baute das Land sein Qualitätssystem radikal um und hat heute eines der strengsten Weingesetze Europas. Das Ergebnis schmeckst du im Glas – und in jedem Wiener Heurigen, wo junger Wein direkt vom Winzer zur Brettljause serviert wird.
Im Alltag
Beim Wiener-Schnitzel-Abend gehört ein Grüner Veltliner ins Glas: Seine Frische und die pfeffrige Würze schneiden perfekt durch die Panade.