Herstellung

Maischegärung

auch: Maischestandzeit

Bei der Maischegärung gärt der Saft zusammen mit Schalen und Kernen. So entstehen Farbe und Tannin – der typische Weg zum Rotwein.

Steckbrief

Was gärt mit
Schalen, Kerne, Fruchtfleisch
Gibt dem Wein
Farbe und Tannin
Typisch für
Rotwein
Dauer
Tage bis Wochen

Maische ist das Gemisch aus aufgebrochenen Trauben: Saft, Schalen, Fruchtfleisch und Kernen. Lässt man den Saft auf dieser Maische gären, löst der entstehende Alkohol Farbstoffe und Tannine aus den Schalen. Genau das macht den Unterschied zwischen Rot- und Weisswein.

Für Rotwein ist die Maischegärung der Normalfall: Je länger die Schalen im Spiel bleiben (von wenigen Tagen bis mehreren Wochen), desto farbintensiver und tanninreicher wird der Wein. Winzer «tauchen» den aufschwimmenden Tresterhut regelmässig unter, damit Farbe und Aroma gleichmässig herausgelöst werden.

Auch Weissweine können kurz auf der Maische stehen, um mehr Aroma und Struktur zu gewinnen – beim Orange Wine wird dieses Prinzip bewusst über Wochen ausgereizt.

Im Alltag

Ein kräftiger, dunkler Rotwein, der die Zähne leicht «pelzig» macht, hatte meist eine lange Maischegärung. Zu deftigem Essen ist das genau richtig.