Rosé-Herstellung
auch: Roséwein-Herstellung
Rosé entsteht aus roten Trauben mit nur kurzem Schalenkontakt – nicht durch Mischen von Rot- und Weisswein.
Steckbrief
- Ausgangsmaterial
- Rote Trauben
- Schalenkontakt
- Nur wenige Stunden
- Methoden
- Direktpressen, Saignée
- Mythos
- Nicht Rot + Weiss gemischt
Der häufigste Irrtum zuerst: Stillwein-Rosé wird nicht aus gemischtem Rot- und Weisswein gemacht. Er entsteht aus roten Trauben, deren Saft nur kurz Kontakt zu den farbgebenden Schalen hat – von wenigen Stunden bis zu ein, zwei Tagen. So nimmt der Saft nur einen zarten rosa Ton und wenig Tannin auf.
Zwei Wege sind üblich: Beim Direktpressen presst man rote Trauben sanft ab, sodass nur eine Spur Farbe in den Saft gelangt – das ergibt sehr blasse, elegante Rosés wie aus der Provence. Bei der Saignée («Aussaften») zieht man früh einen Teil des Safts aus einem Rotwein-Tank ab; dieser Saft wird zu Rosé, der Rest zu konzentrierterem Rotwein.
Die Ausnahme von der Mischregel ist Rosé-Champagner: Dort ist das Verschneiden von Weiss- und Rotwein ausdrücklich erlaubt.
Im Alltag
Die Farbe sagt wenig über die Süsse. Ein blasser Provence-Rosé ist meist knochentrocken und frisch – perfekt gekühlt zum Apéro oder zur Grillplatte.