Weinstil

Dessertwein

auch: Süsswein, edelsüsser Wein

Süsser, konzentrierter Wein mit viel Restzucker und tragender Säure – in kleinen Gläsern zum Dessert oder kräftigem Käse.

Steckbrief

Geschmack
Süss, konzentriert
Balance
Hohe Säure als Gegengewicht
Menge
Kleine Gläser (5–8 cl)
Passt zu
Dessert, kräftiger Käse

Geschmacksprofil

Körper
Säure
Süsse
Alkohol

Dessertweine sind reich an Restzucker und schmecken deutlich süss. Sie stammen aus besonders zuckerreichen Trauben – spät gelesen, edelfaul oder angetrocknet – oder werden in der Gärung gestoppt. Aromatisch reichen sie von Honig, Aprikose und kandierten Früchten bis zu Dörrobst und Karamell.

Entscheidend für die Qualität ist die Balance: Eine kräftige Säure verhindert, dass die Süsse plump wirkt, und macht den Wein trotz Fülle frisch. Berühmte Beispiele sind Sauternes aus Frankreich, deutsche Auslesen und die Schweizer Flétri-Weine aus dem Wallis, oft aus Petite Arvine oder anderen Spezialitäten.

Weil sie so intensiv sind, trinkt man sie in kleinen Mengen – ein Glas von 5–8 cl genügt.

Im Alltag

Leicht gekühlt (rund 8–10 °C) und in kleinen Gläsern servieren. Klassisch zu Dessert, aber überraschend gut auch zu Blauschimmelkäse oder Foie gras.