Region

Burgund

auch: Bourgogne

Das Burgund ist die Heimat von Pinot Noir und Chardonnay – und das Gebiet, in dem die Idee des Terroirs auf die Spitze getrieben wird: Hier zählt die einzelne Lage.

Steckbrief

Land
Frankreich
Klima
Kühl-kontinental, frost- und hagelgefährdet
Leitsorten
Pinot Noir, Chardonnay
Bekannt für
Lagensystem bis Grand Cru, Côte d'Or, Chablis
Böden
Kalk und Mergel

Im Burgund, östlich von Dijon bis südlich von Mâcon, dreht sich alles um zwei Sorten und unzählige Lagen. Pinot Noir und Chardonnay teilen sich fast die gesamte Fläche – die Vielfalt entsteht nicht durch Trauben, sondern durch Herkunft. Mönche haben hier schon im Mittelalter beobachtet, dass Wein aus benachbarten Parzellen unterschiedlich schmeckt, und die besten Stücke mit Mauern eingefasst: die «Clos». Daraus wurde das feinste Lagensystem der Welt, von der regionalen Appellation über Village- und Premier-Cru- bis zu den Grand-Cru-Lagen.

Das Rückgrat ist die Côte d'Or, ein schmaler Hang aus Kalk und Mergel: Die Côte de Nuits im Norden steht für grosse Pinot Noirs aus Dörfern wie Gevrey-Chambertin und Vosne-Romanée, die Côte de Beaune für weltberühmte Chardonnays aus Meursault und Puligny-Montrachet. Weiter nördlich liegt Chablis, dessen karge Kalkböden besonders straffe, mineralische Chardonnays liefern. Das Klima ist kühl-kontinental – Frost und Hagel sind reale Risiken, die Mengen klein.

Kleine Mengen und Weltruhm treiben die Preise: Burgund ist das teuerste Pflaster der Weinwelt. Für den Einstieg musst du aber kein Vermögen ausgeben – ein Bourgogne Rouge oder ein Mâcon-Villages eines guten Erzeugers zeigt dir die Eleganz der Region zu fairen Preisen.

Im Alltag

Willst du verstehen, was «Terroir» heisst? Kauf einen Chablis und einen Mâcon-Villages – zweimal Chardonnay, zwei völlig verschiedene Weine. Der Unterschied ist die Herkunft.