Tempranillo
auch: Tinto Fino, Cencibel, Tinta Roriz, Aragonez
Tempranillo ist Spaniens grosse rote Leitsorte und das Rückgrat der Rioja: rote Beeren, Leder und Würze, klassisch mit langer Reife im Eichenfass.
Steckbrief
- Farbe
- Rot
- Aromen
- Erdbeere, Pflaume, Leder, Vanille und Tabak vom Fass
- Körper
- Mittel bis kräftig
- Tannin
- Moderat
- Säure
- Mild bis moderat
- Hauptgebiete
- Rioja, Ribera del Duero, Portugal (als Tinta Roriz)
Geschmacksprofil
- Körper
- Säure
- Tannin
- Süsse
- Alkohol
Tempranillo verdankt seinen Namen dem spanischen «temprano» – früh –, weil die Sorte deutlich vor anderen spanischen Trauben reift. Sie ist auf der ganzen iberischen Halbinsel zu Hause und trägt je nach Region andere Namen: «Tinto Fino» in Ribera del Duero, «Cencibel» in La Mancha, in Portugal «Tinta Roriz» oder «Aragonez», wo sie unter anderem in Portwein-Verschnitten steckt.
Ihr berühmtestes Schaufenster ist die Rioja. Dort wird Tempranillo traditionell lange in amerikanischen Eichenfässern ausgebaut, was den typischen Stil prägt: Aromen von Erdbeere, Pflaume und getrockneten Kirschen, dazu Vanille, Kokos, Leder und Tabak von der Fassreife. Die Stufen Crianza, Reserva und Gran Reserva auf dem Etikett verraten, wie lange der Wein in Fass und Flasche gereift ist – ein praktischer Qualitäts- und Stilhinweis direkt beim Einkauf.
Tempranillo hat moderates Tannin und eher milde Säure, was ihn ausgesprochen zugänglich macht. Er liebt Gegrilltes, Schmorgerichte, Tapas mit Serrano-Schinken und Manchego-Käse. Eine gereifte Gran Reserva zum Lammbraten gehört zu den klassischsten Kombinationen der spanischen Küche.
Im Alltag
Im Laden vor dem Rioja-Regal: «Crianza» ist jung und fruchtbetont für den Alltag, «Reserva» und «Gran Reserva» sind länger gereift und würziger – wähle nach Anlass und Budget.