Begriff

Serviertemperatur

auch: Trinktemperatur, Weintemperatur

Die richtige Temperatur entscheidet mit über den Genuss. Faustwerte von kühlem Schaumwein bis zum kräftigen Roten.

Steckbrief

Schaumwein
6–8 °C
Weisswein
8–12 °C
Leichter Rotwein
12–14 °C
Kräftiger Rotwein
16–18 °C
Stolperfalle
«Zimmertemperatur» = 16–18 °C, nicht 22

Temperatur ist der unterschätzte Hebel beim Weingenuss: Zu kalt betäubt die Aromen, zu warm lässt den Alkohol hervorstechen. Als Faustregel gilt von kühl nach warm: Schaumwein 6–8 °C, Weisswein 8–12 °C, leichter Rotwein 12–14 °C, kräftiger Rotwein 16–18 °C.

Die berühmte Stolperfalle ist die «Zimmertemperatur» beim Rotwein. Sie stammt aus Zeiten unbeheizter Stuben und meint 16–18 °C – nicht die heutigen 22 °C im Wohnzimmer. Stell einen kräftigen Roten vor dem Servieren ruhig eine halbe Stunde in den Kühlschrank.

Der zweite häufige Fehler: Weisswein wird oft zu kalt serviert, direkt aus dem Kühlschrank mit rund 5 °C. Nimm ihn 15 bis 20 Minuten vorher heraus, dann entfalten sich die Aromen erst richtig.

Im Alltag

Zwei Korrekturen genügen meistens: den Weisswein etwas wärmer (kurz vor dem Servieren aus dem Kühlschrank), den Rotwein etwas kühler (eine halbe Stunde in den Kühlschrank).