Toskana
auch: Toscana
Die Toskana ist Sangiovese-Land: Aus den Hügeln zwischen Florenz und Siena kommen Chianti Classico und Brunello di Montalcino – und von der Küste die «Super Tuscans».
Steckbrief
- Land
- Italien
- Klima
- Mediterran, in den Hügeln durch Höhe gemässigt
- Leitsorten
- Sangiovese, Cabernet Sauvignon, Merlot
- Bekannt für
- Chianti Classico, Brunello di Montalcino, Super Tuscans
- Böden
- Kalkstein (alberese) und Mergelschiefer (galestro)
Sanfte Hügel, Zypressenalleen, Olivenhaine – die Toskana ist die wohl meistfotografierte Weinlandschaft der Welt. Ihr Rückgrat ist die Rebsorte Sangiovese, deren Name sich von «Blut des Jupiter» ableitet. Sie liefert Weine mit Sauerkirschfrucht, lebhafter Säure und griffigem Tannin, die geradezu nach Essen verlangen. Das Klima ist mediterran, aber die besten Lagen liegen auf 200 bis 500 Metern Höhe, wo kühle Nächte die Frische bewahren; in den Böden mischen sich Kalkstein («alberese») und schiefriger Mergel («galestro»).
Drei Namen musst du kennen: Chianti Classico aus dem historischen Kerngebiet zwischen Florenz und Siena, erkennbar am schwarzen Hahn («gallo nero») auf dem Flaschenhals. Brunello di Montalcino, ein reinsortiger Sangiovese aus dem warmen Süden, der lange reift und zu Italiens teuersten Weinen zählt. Und Vino Nobile di Montepulciano als oft unterschätzte dritte Kraft.
In den 1970er-Jahren brach an der Küste eine Revolution los: Güter wie Sassicaia und Tignanello setzten auf Cabernet Sauvignon und Merlot, ausserhalb der damaligen Regeln. Diese «Super Tuscans» aus der Maremma und Bolgheri wurden Weltstars und zwangen das italienische Weinrecht zur Modernisierung. Heute steht die Toskana für beides: stolze Tradition und mutige Innovation.
Im Alltag
Pizza- oder Pasta-Abend mit Tomatensauce? Ein Chianti Classico ist die sicherste Wahl im Regal – seine Säure spiegelt die Tomate, sein Tannin mag Käse und Fleisch.